Nutzen durch Mykorrhizapilze

Mykorrhizapilze lassen sich in einer Vielzahl von Anwendungen einsetzen und verbessern dabei die

Nährstoffaufnahme
Mykorrhizapilze helfen der Pflanze (zusammen mit Bakterien), Phosphor (P) und auch Stickstoff (N) -Quellen im Boden zu erschließen, welche durch Pflanzenwurzeln alleine nicht erreicht werden können. Entsprechend kann der Düngereinsatz oft substanziell reduziert werden. Auch andere Nährstoffe, wie Kalium (K) und Schwefel (S) werden besser aufgenommen.
Wasseraufnahme
Mykorrhizapilze erschließen in Bodenkapillaren gebundenes Wasser (und darin gelöste Nährstoffe). Dadurch können gerade junge Pflanzen auch bei Trockenperioden zu Beginn der Wachstumsphasen weiterhin wachsen, wogegen schlecht mykorrhizierte Pflanzen ihr Wachstum deutlich früher einstellen. Das Risiko von Ernteausfällen sinkt hierdurch.
Schädlingsresistenz
Mykorrhizapilze stärken die Gesundheit der Pflanzen und die Mykorrhizierung resultiert in kräftigeren Wurzeln. Es ist allgemein anerkannt, dass gut mykorrhizierte Wurzeln resistenter gegen Wurzelschädlinge sind. Die bessere Pflanzengesundheit verbessert darüber hinaus allgemein die Abwehrkräfte der Pflanzen bei Schädlingsbefall.
Schwermetallresistenz
Die Nährstoffaufnahme über Mykorrhizapilze vermindert die Schwermetallaufnahme von Pflanzen. Das Pilzgeflecht dient hier sozudagen als „Filter“, da Schwermetalle im Gegensatz zu den Nährstoffen von den Pilzen kaum an die Pflanzenwurzeln weitergegeben werden.
Spurenelementaufnahme
Mykorrhizapilze machen im Boden neben Phosphat und Stickstoff auch Spurenelemente wie Magnesium, Zink und Mangan besser erschließbar.
Sekundärstoffzusammensetzung
Mykorrhizierte Pflanzen zeigen nachgewiesenermaßen oft eine bessere Zusammensetzung an Sekundärstoffen (z.B. Flavonoide, Vitamine).